reflections

Über

Ich bin eine allein erziehende Mutter mit Kinderwunsch und der Idee, diesen Wunsch durch eine Samenspende zu erfüllen. In diesem Blog möchte ich den Prozess zum dritten Kind beschreiben und dokumentieren. Ich weiß nicht, wohin dieser Prozess führt, zum Kind oder zur Erkenntnis, die Familienplanung abgeschlossen zu haben; zu Enttäuschung oder Zufriedenheit? Wir werden sehen :-)

Alter: 44
 


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Blog

Zweifel

7.10.14 Am Wochenende sind mir ganz große Zweifel gekommen. Plötzlich wollten meine Kinder unbedingt einen Hund. Am Samstag hatte ich noch das Gefühl großen Mutes und Aufbruches, fast ein Gefühl von verliebt sein. Doch am Sinntag wachte ich mit den Zweifeln auf, dass ich mir ein Baby vor allem finanziell nicht leisten kann. Ich bekäme ja schon Muttterschaftsgeld. Aber ich komme ja grade mal mit dem aus, was ich hätte. Ich würde Kindergeld bekommen. Möglicherweise stünde mir auch Geld vom Amt zu. Aber die würden zunächst den Unterhalt sichern wollen. Wie sieht es aus, wenn der Vater unbekannt ist? Ein Spender? Würden sie eine Bescheinigung der S-Bank sehen wollen? Wäre das unfair meinen existierenden Kindern gegenüber? Da fiel mir ein, dass ich da auch einige Dinge vorher erledigen müsste. Ich muss unbedingt mit dem Großen nach Paris fahren. Das habe ich ihm versprochen. Ich könnte das nicht machen mit Baby, weil ich keine Untrstützung erwarten könnte. Wer würde mich zur Geburt begleiten? Wer mir danach helfen? Das hat mich so traurig gemacht, als wäre jemand gestorben. Und es hat ähnliche Symptome ausgelöst wie der Tod meines Vaters vor kurzem, Bewegungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Schwindel. Und dann kommen meine Kinder auch noch mit dem Wunsch einen Hund zu haben. Ich war ärgerlich. Was soll das? Ich studiere, ich arbeite und habe nicht mal genug Geld um mir meine Wünsche zu erfüllen. Unfair.

7.10.14 17:13, kommentieren

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Dieser Weg

05. Oktober 2014 Ich möchte über die Idee zunächst mit niemanden sprechen. Ich denke, dass mich kaum Jemand verstehen würde. Wie kann man denn ein Kind ohne Partner, ohne Liebe zeugen? Schaffst du das? Du kommst doch so schon nicht klar! Dieses "Nicht klarkommen" habe ich mir lange auch eingeredet oder einreden lassen. Ist es so, dass man in dem Moment, in dem man Hilfe braucht, sich holt oder zulässt schwach ist, nicht klar kommt? Und dass man, wenn man schwach ist, dann eher zurück treten sollte, bescheidener werden, keine Wünsche mehr haben? Eigentlich müssen wir die Schwäche, das schwach Sein als Teil von uns zulassen, akzeptieren, dass es Raum braucht, auch mal schwach zu sein. Ich habe nicht verloren, dadurch, dass ich schwach war, ich habe ganz viel dadurch gewonnen. Aber dazu später mehr. Auf der Seite wunschkind4you habe ich einen Mann gefunden, den ich gerne als Spender/Erzeuger für mein Kind gewinnen würde. Er heißt Lichtwolf, kommt aus Berlin und hat eine ganz tolle Einstellung. Mir gefällt, dass er bereits mehrere Kinder durch eine Spende gezeugt hat und freundschaftlichen Kontakt hält. Er möchte als Erzeuger dem Kind bekannt sein und aus der ferne an seinem Leben teilhaben. Er kann sich vorstellen, dass es zum Beispiel einmal im Jahr ein großes Treffen mit allen Kindern und Mütter gibt. Das würde mir völlig reichen; ein Mann, der sich interessiert, aber nicht einmischt; eine große Familie mit potentieller Möglichkeit des Kontaktes, aber ohne die klassischen Bindungen und Verpflichtungen. Ich möchte diesen Mann kontaktieren. Leider geht das nicht, dazu muss ich auf der Seite doch ein bezahlpflichtiges Mitglied werden, einmalig 20 Euro überweisen. Das werde ich heute tun. Die einzigen, mit denen ich meine Idee schon durchgesprochen habe, sind meine Kinder, schließlich wären die Beiden direkt betroffen. Beide sind einverstanden, sogar begeistert von der Idee. Den Großen musste ich direkt schon bremsen, weiter zu erzählen, dass er eine kleine Schwester bekommt. Eine kleine Schwester. Am liebsten hätten wir alle ein kleines Mädchen. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, es ist leichter ein Mädchen groß zu ziehen ohne Vater, als einen Jungen. Andererseits liebe ich meinen Sohn so sehr, ich würde auch einen zweiten lieben! Und nun bringt ja mein Großer die männliche Energie in die Familie, die er selber so sehr gebraucht hätte. er würde dem kleinen Bruder ein Vorbild sein. Ich mus nun als erstes in Erfahrung bringen, ob dieser Mann aus Berlin sich eine Spende vorstellen kann.

5.10.14 08:43, kommentieren



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